Der Tage erreicht mich eine E-Mail mit einem Text, den ich vor Jahren mal als Kettenmail erhalten hab… ich hab dem Absender nur noch was knappes -fast genervt - ( Sorry Tom) retourgetippt und dann meine Tageszeitung Online gelesen…
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Kettenbrief geistert seit 12 Jahren durch die Welt
Krumbach - Microsoft verschenkt 1000 Dollar-Gutscheine. AOL hilft einem todkranken Kind. Eine Internet-Petition rettet den Regenwald. Wenn, aber nur wenn, Sie diesen Brief an mindestens zehn Leute weiterschicken. So einen Kettenbrief erhielt vor kurzem auch die Polizeidirektion Krumbach.
Ein siebenjähriger, krebskranker Bub versuche, mithilfe möglichst vieler Firmenadressen ins Guinness-Buch der Rekorde zu kommen. Man bitte um Weiterleitung der Adressen an das Landeskrankenhaus in Tulln (Niederösterreich). Die Listen mit den Adressen liegen dem Kettenbrief getackert bei.
Viele, viele haben genau das getan. Sie haben Firmen rausgesucht, namhafte Unternehmen haben den Brief weitergeschickt und das Krankenhaus erhält wäschekörbeweise Post mit Adressen.
Das Problem ist nur: Den siebenjährigen Buben gibt es nicht mehr, denn die Aktion läuft seit knapp zwölf Jahren. Inzwischen ist er fast 20 Jahre alt und gesund. Außerdem war er nie Patient des Landeskrankenhauses. Er ist britischer Staatsangehöriger und lebt in England. Und das Guinness-Buch der Rekorde lässt diese Art von Rekord schon lange nicht mehr zu.
Nicht umsonst führt die TU-Berlin eine Info-Liste über Kettenbriefe ohne realen Hintergrund auf ihrer Homepage. Auch dieser Kettenbrief steht auf der Liste, er gehört hier zur Rubrik „Tränendrüsen-Brief”.
Eine Verbindung zwischen Krankenhaus und dem damals kranken Buben gab es nie. „Wie wir in diese Geschichte reingekommen sind, ist nicht mehr nachvollziehbar”, meint die Pressekoordinatorin Lisbeth Fohringer. Erst mit dem Eintreffen der Briefe sei man auf die Aktion überhaupt aufmerksam geworden. Als das Krankenhaus diese an das Kind weiterleiten wollte, hatte sich dieser schon längst von der Aktion distanziert. Bis heute möchte er damit nichts mehr zu tun haben.
Das Landeskrankenhaus wird trotzdem mit Post aus ganz Europa überschwemmt, die bearbeitet werden muss. „Jetzt gerade haben wir wieder eine Hochphase. Das Ganze ist sehr mühsam und zeitaufwendig”, so die Pressekoordinatorin.


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